7 Kommentare

  • noch ist es nicht zu spät!

    Im Zusammenhang mit dem vorliegenden „Gestaltungsplan Dorfzentrum Nord“ wurde der Bevölkerung von Horriwil das Recht auf Mitwirkung verwehrt. Dass zudem Vorgaben gemäss dem „Leitbild für die räumliche Entwicklung“ von 2014 missachtet werden und die Planung des Dorfzentrums nun in kleine Teilprojekte „zerstückelt“ wird zeugt nicht von viel Fingerspitzengefühl seitens Gemeinderat.
    Der Gemeinderat tut gut daran sämtliche Einsprachen ernst zu nehmen; wenn es um die Gestaltung des künftigen Dorfzentrums unserer Gemeinde geht, sind sämtliche Einwohnerinnen und Einwohner von Horriwil legitimiert sich zu äussern – noch ist es nicht zu spät, das Projekt in geordnete Bahnen zu lenken und zu einem Erfolg zu machen.
    Der Gemeinderat von Horriwil hat es nun in der Hand: Er kann den „Gestaltungsplan Dorfzentrum Nord“ mit Unterstützung von Juristen und Investoren „durchstieren“ oder aber die konstruktiven Vorschläge aus den Einsprachen aufnehmen und beweisen, dass Ihm die nachhaltige Entwicklung von Horriwil am Herzen wichtig ist!

    • Bianca Herron

      Er kann den „Gestaltungsplan Dorfzentrum Nord“ mit Unterstützung von Juristen und Investoren „durchstieren“ – und wir Steuerzahler tragen die Kosten!
      Weiter stellt sich in Frage ob das eigentliche Ziel überhaupt so erreicht wird, die Senioren in diese Wohnungen zu holen und so Platz für junge Familien in den Häusern zu machen. Die älteren Einwohner werden in ihren Häusern bleiben und die Wohnungen werden von Senioren-Zuzügern besetzt. Was Horriwil als Dorf auch nicht unbedingt weiter bringt wenn der Altersschnitt noch höher wird. Aber das kann man schlussendlich nicht gross beeinflussen. Das Stossende ist die Gestaltung an und für sich – kann ich mich doch noch gut an meine Bauzeit vor 4 Jahren erinnern, wo die Ziegelfarbe hellbraun eine Diskussion auslöste… was ist dagegen schon ein Pultdach oder eine veränderte Ausnützungsziffer. So nicht!

  • Barbara Nussbaum

    Ja, Horriwil hat ein sehr strenges Baugesetz. Etliche Eigentümer mussten dies schon erfahren, wenn sie nicht die richtige Farbwahl bei den Ziegeln getroffen haben. Ausgerechnet das „Filetstück“, wie es der Gemeindepräsident so wohlklingend ausdrückt, soll nun mit Wohnungen (einst so schön bezeichnet als Alterswohnungen) überbauut werden, welche typologisch in keiner Art und Weise ins Leitbild und somit ins Dorf Horriwil passen.

    Eine 4 ½ Attika-Wohnung in den geplanten Neubauten soll gemäss Ausschreibung im Immoscout
    CHF 820‘000.00 kosten. Sollte eine Fremdfinanzierung erforderlich sein, dürfte es bereits schwierig werden. Ab Alter 58 werden schon 33 % von Neufinanzierungsgesuchen bei Banken abgelehnt.

    Die Banken rechnen mit 1 % des Verkehrswertes als Nebenkosten, somit im vorliegenden Fall
    CHF 8‘200.00. Finanziert werden im Pensionsalter allerhöchstens 65 %, sofern die strengen Rahmenbedingungen stimmen. Im vorliegenden Fall bedeutet dies eine Hypothek von CHF 533‘000.00. Der kalkulatorische Zinssatz beträgt 5 %, somit CHF 26‘650.00 p.a. Die reinen Zins- und Nebenkosten betragen somit bereits CHF 34‘850.00 p.a. Nicht eingerechnet sind Amortisationszahlungen, welche auch bei 1. Hypotheken ein Thema sein können. Es wäre somit ein jährliches Einkommen von mindestens
    CHF 100‘000.00 erforderlich.

    Diese Wohnungen sind somit nur für einen bestimmten gut betuchten Personenkreis käuflich erwerbbar. Ich finde dies ganz klar diskriminierend. Wo ist die altersgerechte Wohnung für ältere Menschen aus dem Mittelstand geblieben? Es ist jetzt die letzte Chance im Rahmen eines Gestaltungsplanes über alle involvierten Grundstücke faire Wohnungspreise für alle Schichten zu realisieren.

    Dies erfordert eine sorgfältige Planung mit möglichen Investoren. Man fragt sich schon, weshalb die Teil-Überbauung so rasch wie möglich „durchgestiert“ werden soll. Zudem sind die Anwaltskosten von
    CHF 10‘000.00, welche ich als Einwohnerin und Steuerzahlerin mitfinanzieren muss, doch sehr stossend. Auch ich sage: So nicht!

  • Willi und Elisabeth Borner, Poststrasse 21

    Dorfzentrum Nord Horriwil

    Wir befürworten eine harmonische Einpassung in die
    nähere Umgebung.
    Dazu ist sicher ein grundlegender Gestaltungsplan über das
    gesamte Dorfzentrum notwendig.
    Ein zentraler Begegnungsraum – nicht nur für Seniorinnen und
    Senioren – ist für Horriwil wünschenswert und deshalb
    einzuplanen.
    Ausserdem sind wir einig mit der Argumentation von
    Barbara Nussbaum.

  • Jordi Urs

    Der Gestaltungsplan Dorfzentrum Nord mobilisiert und interessiert unsere Bevölkerung sehr.
    Ich finde, dass ein grosser Teil der Horriwiler sich aktiv einbringen sollte.
    Deshalb würde ich vorschlagen, dass über dem Gestaltungsplan eine Urnenabstimmung
    durchgeführt werden sollte.

  • Petra Furrer Spirig

    Ich stimme mit den obigen Voten überein und möchte zusätzlich betonen, dass eine durchdachte Gesamtplanung des ganzen Gebiets das Wichtigste überhaupt ist. Eine solche Planung braucht Zeit und Mitwirkung von verschiedenster Seite, damit schliesslich ein gutes Ganzes entsteht. Wir sollten bedenken, dass was wir heute bauen, auch in 50 Jahren noch dort sein wird. Es will also gut überlegt sein, wie die Dorfmatte bedaut werden soll.

    Es geht auch nicht darum, nur älteren Einwohnern eine Alternative zum Einfamilienhaus zu bieten. Dazu wäre das Areal ja viel zu gross.
    An der Diskussion zum Räumlichen Leitbild war die Rede von Wohnraum für Senioren/innen, aber auch für Familien, also eine Durchmischung. Sogar ein Lädeli sollte Platz haben. Also brauchen wir doch ein richtiges Gesamtkonzept.
    Was ist der Anteil an hindernisfreiem, altersgerechtem Wohnen, was an günstigem Wohnraum für bescheidenere Verhältnisse, was an Familienwohnungen, Singlewohnungen, und wo sollen der Spielplatz, die Bänkli zum Plaudern, die Grillstelle, der Tschuttiplatz hin? Gibt es daraus eine Begegnungszone fürs ganze Dorf, wie von Willi und Elisabeth Borner vorgeschlagen? Ich finde dies eine sehr gute Idee, denn der heutige Dorfplatz lädt ja kaum zum Verweilen ein.
    Oder die von der Planerin im Gestaltungsplan ausgeschlagene Variante von Reiheneinfamilienhäusern? Auch prüfenswert.

    Welche Häusertypen passen denn ins Dorfzentrum? Wollen wir bewusst ein ländliches Dorf bleiben und unseren ursprünglichen Dorfcharakter behalten, wo die prägenden Bauten, d.h. v.a. die alten Bauernhäuser, die Struktur vorgeben? Bis jetzt hat Horriwil zu diesem Bild dank striktem Baureglemt Sorge getragen.
    Oder geht es in Richtung Agglomeration, mit den typischen kubischen Blöcken, die überall aufgestellt werden? Passt das zu uns ins Dorf?

    Es gibt ganz viele offene Fragen und es gibt ganz viele Ideen aus der Bevölkerung, die die Mehrheit des Gemeinderats bis jetzt einfach ignoriert hat.

    So nicht! Wir leben schliesslich in einer direkten Demokratie!

  • Allemann Alfons & Silvia

    Was hier zusammengezimmert wird spottet jeder Beschreibung. Wenn wir als steuernzahlende Einwohner derartig behandelt, und mit unserem Geld so umgegangen wird, ist es mit dem Demokratieverständnis von gewissen Personen nicht weit her. Ich hoffe das wir es noch rechtzeitig schaffen die Weichen richtig zu stellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.